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Geschichte des Jack Russell Terriers

Der Begründer der Rasse, John (Jack) Russell, wurde 1795 in Darthmouth, in der Grafschaft Devon, geboren. Er war Pfarrer und verbrachte den größten Teil seines Lebens in Swymbridge, Devon. Er war ein großer Jäger und Reiter und hatte sich der Terrierzucht verschrieben.



1795

Johns Vater widmete seine gesamte Freizeit der Parforcejagd, der Treibjagd zu Pferde. Bei solchen Treibjagden kamen Hundemeuten zum Einsatz, die das Wild hetzten. “Little” John wuchs mit Pferden und Hunden auf, und hatte durch seinen Vater engen Kontakt zur Jagd, so dass der Funke schnell übersprang und er sich schon in frühen Jahren für alles rund um die Jagd interessierte.

1809

Während seiner Schulzeit verstärkte sich sein Interesse an der Jagd noch weiter. So kam es, dass er im Alter von 14 Jahren zusammen mit einem Schulfreund eine Meute Foxhounds sein Eigen nannte. Diese Meute Foxhounds war bei der Jagd so erfolgreich, dass sie im ganzen Dorf schnell zum Tagesgespräch wurde. Als Johns Schuldirektor erfuhr, wie die Beiden ihre Freizeit verbrachten, wurde Johns Freund der Schule verwiesen und John selber entging nur knapp einem Schulverweis.

1814

Mit 19 Jahren zog es John zur Universität Oxford. Dort studierte er Theologie. In seiner Studienzeit ging er allen Sportarten mit Freuden nach. Er war zu einem athletischen schlanken jungen Mann herangewachsen. Sowie es seine Zeit und seine Geldbörse zulies, fröhnte er seinem Lieblingssport, der Jagd.

1819

In seinem letzten Studienjahr, es war im Mai des Jahres 1819, kaufte er dann auf einem Spaziergang nahe der Ortschaft Marston, von einem Milchmann aus Marston dem er zufällig begegnete, dessen weisse Terrier Hündin, die der Mann mit sich führte. Diese Terrier Hündin nannte John “Trump”.




Sie verkörperte genau das, was sich John für seine jagdlichen Interessen vorstellte. Leider sind keine Angaben zu den Elterntieren bekannt. Man kann aber sagen, das Trump im Wesentlichen dem Rassestandard des modernen Parson Jack Russells entsprach. Sie war weiß mit je einem lohfarbenden Fleck über beiden Augen und Ohren, sowie einem kleinen Fleck gleicher Farbe am Schwanzansatz. Ein dichtes, leicht drahtiges Fell, schützte sie gut vor Nässe und Kälte. Die Körpergrösse, sowie die Widerristhöhe, kam der einer Füchsin gleich. Acht Monate nachdem er Trump erwarb, liess John ein Bild seiner Hündin Trump anfertigen. Dieses Bild hängt heute in der Sattelkammer des Schlosses Sandrigham und ist Eigentum der Queen, es ist auf den 20.01.1820 datiert.

Noch im Jahre 1819 wurde John zum Pfarrer benannt. Er trat sodann eine Stelle als Hilfspfarrer in Nymet St.George an, die mit 60.- Pfund Jahresgehalt entlohnt wurde. Nun hatte er endlich etwas Zeit seine Terrierzucht aufzubauen und der Jagd mit seinen Tieren nachzugehen. Recht schnell hatte er eine kleine Meute Arbeitsterrier geschaffen, in die er verschiedene andere Rassen einkreutzte, um einen Jagdhund zu züchten, der seinen Ansprüchen gerecht wurde. Dafür reiste er auch quer durchs Land, um seine Hunde mit anderen Hunden zu verpaaren, was für die damalige Zeit recht ungewöhnlich war. Bei all seinen privaten Aktivitäten vernachlässigte er aber nie seine Gemeinde, in der er als Pfarrer, sowie als Jäger hoch angesehen war. In seiner Gemeinde hatte er schnell den Spitznamen “Hunting Parson” ( jagender Pfarrer ).

1826

In diesem Jahr heiratete er Penelope Bury aus Swimbridge, eine Frau die seine Jagdleidenschaft teilte, und somit die ideale Lebensgefärtin für ihn war. Mit ihr an der Seite zog er dann nach Iddesleigh, wo er Hilfspfarrer bei seinem Vater wurde. Als Hilfspfarrer seines Vaters hatte er genügend Zeit und wurde von seiner Frau ermutigt und unterstützt, so dass es nicht lange dauerte, bis eine Hundemeute zusammengestellt war. Mit dieser Hundemeute war er jagdlich sehr erfolgreich, so dass er weit über die umliegenden Grafschaften hinaus bekannt wurde. Dieser Erfolg lag wohl daran, dass er die Hunde seiner Meute gezielt auf die örtlichen Gegebenheiten züchtete. Terrier, die bei hoher Geschwindikeit grosse Strecken überwinden konnten, Ausdauer und Intelligents bewiesen, und auf sich selbst gestellt immer in der Lage waren, den besten Weg zu finden und dabei als Meute vereint zu bleiben, sowie stets Sichtkontakt zum Herrchen zu halten.

1832

Über einen Cousin seiner Frau Penelope, bekam er dann im Jahr 1832 seine eigene Gemeinde in Swimbridge, wo er in seinen ersten beiden Amtsjahren keine Hunde hielt, bis ihm 1834 Harry Fellowes eine 13 Köpfige Meute Foxhounds zum Geschenk machte. Mit diesen Hunden gründete er eine neue Zucht, die er 37 Jahre pflegte. Er wurde mit seiner Zucht bekannt wie ein “bunter Hund”. Seine geschickte Art qualitative, hochwertige Hunde zu züchten, machte diese Terrierrasse unter Jägern sehr begehrt, sodass jeder Jäger stolz war, einen Russell Terrier in seiner Meute zu haben. Obwohl er 1871 seine Zucht aus altersgründen mit schwerem Herzen an den Nagel hängte, trat er im Gründungsjahr 1873 dem Kennel Club bei, wo er verschiedene Vereinsämter übernahm.

1875

Am Neujahrstag des Jahres 1875 verstarb seine Frau Penelope, mit der er 50 Jahre verheiratet war. Er selbst verstarb am 28.4.1883 im Alter von 88 Jahren. Zu seiner Beerdigung kamen weit über 1000 Menschen. Zur Andacht passten sie nicht alle in die Kirche. Eine unvorstellbare Menge Blumen und Kränze bedeckten sein Grab. Einer der Kränze stammte von Prince and Princess of Wales!

Sein Erbe

Über seinen Tod hinaus wurden die Terrier des Pfarrers Russell nach seinem Vorbild weitergezüchtet und verloren nicht an Beliebtheit. So kommt es, dass diese robuste und intelligente Rasse bis zum heutigen Tag erhalten wurde. Erst am 22.01.1990 wurde sie vom englischen Kennel Club unter der Bezeichnung “Parson Jack Russell Terrier” als eigenständige Rasse anerkannt. Der FCI erkannte die Rasse unter gleichem Namen am 02.07.1990 vorläufig an.



Der Rüde “Carlisle Tack”, geb. 1884, hier in einer Zeichnung von Arthur Wardle portraitiert, ist ein direkter Nachkomme der Terrier von Parson Russell.

Schlusswort

Es gibt kaum eine Hunderasse über deren Entstehungsgeschichte so viel bekannt ist, wie über den Jack Russell Terrier. Derjenige, der so wie wir einen Jacky sein Eigen nennt, kann sicher verstehen, warum diese Hunde an die 200 Jahre als namenlose Working Terrier nicht ausstarben und schlussendlich als Rassehund unter dem Namen seines Schöpfers weltweit bekannt und beliebt wurde.

Vermittlung
04.09.2010 | 13:26

Hot-Banditos Bruce sucht noch ein tolles Zuhause. Weitere Infos gibt es hier.


Neues Video
21.08.2010 | 15:32

Hier gibt es das neue Hot-Banditos B-Wurf Video.


Sommerspaziergang
01.08.2010 | 15:06

Heute haben wir die Sonnenstrahlen ausgenutzt und sind mit der Kamera bewaffnet ausgezogen um die Felder unsicher zu machen. Viel Spaß Beim Anschauen der Fotos.


Neues vom B-Wurf
08.07.2010 | 13:02

Augen auf, es gibt neue Fotos.


JRT Meeting
05.07.2010 | 12:04

Am Sonntag waren wir auf dem 5. JRT Metting in Bockhorst/Emland. Richter war Jan Dewinter (B) vom Kingsway Kennel. Unsere kleine Nachwuchshündin Hot-Banditos Ace konnte dort ihren ersten Show Sieg "Best Puppy in Show" erringen. Fotos findet ihr hier.


Wir haben Welpen!
25.06.2010 | 14:07

Unser B-Wurf ist da. Aktuelle Fotos und Videos findet Ihr hier.


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